Dieter Oellerich
GrüBe von der Präsidentin der
Mexican Hydroponics Association, Mexico
Senora C.P. Gloria Samperio Ruiz.
Ein Frau die bemerkenswerte Aktivitäten
entwickelt, um die Hydroponic ihren Landsleuten
nahe zubringe. Nicht nur in Mexico, auch
in ganz Latein Amenka. Sie ist viel auf
Reisen um lnformationen zu sammeln und
kontakte zu pflegen, ln Nord Amenika und
Europa.
Ihre vordninglichste Aufgabe ist der
Kampf gegen den Hunger, em weltweites Thema
und auch In ihrer Heimat in Mexico. Denn
auch hier hat Zivilisation die Organisation
von jahrhundertealten Kulturen verändert,
ohne daß die Bevölkerung sich
anzupassen vermochte.
Bevor die Spanier 1519 inMittelamerika
landeten, existiert bei den Azteken em
wohlorganisientes Gesellschaftsystem. Sie
betrieben Landwirtschaft und Handel, der
den Lebensunterhalt und die Kultur des
Landes ausneichend sichente.
Dont wo heute die Hauptstadt Mexico-City
auswuchert befand sich ein ausgedehntes
Seengebiet. Dieses Gebiete, man schätzte
es auf 250 km 2, ernährte 180 000
Einwohner.
Die flachen Seen und das fruohtbare Land
herum boten eine reichliche Emährungsgrundlage.
Selten stellten sich frostige Tage ein,
und es gab genügen Regen.
Der zentrale Siedlungpunkt der Azteken
waren die lnseln in den Seen. Bedingt durch
die äußenen Umstände entwickelten
die Azteken eine besondere Anbautechnik
fün ihre Nahrungsproduktion. Für
den Anbau von Früchten, stellten sie
sich Flöße her, (10 x 100 m)
die sie im fachen Wasser verankerten. Auf
diese schwimmenden Gärten, Chinampas
genannt, wurden Mais, Tomaten, Melonen,
Kartoffeln und Paprika angebaut. Im gewissen
Sinne wanen ele em Vonläufer der Hydrokultun,
denn die Pflanzen hatten Kontakt mit dem
Wasser und im Laufe der Jahre konnte es
geschehen, daß sich die schwimmenden
Gärten im Seegrund verwurzelten. Um
die Fruchtbarkeit ihrer Chinampas zu erhalten,
oder zu verbessern sammelten die Bewohner
ihne Abfälle aus lhren Siedlung. oder
den Schlamm dar Kanäle, unid venteilten
sie auf die schwlmmenden lnseln. Zu jener
Zeit waren sie ausschließlich organischen
Ursprunges, was man von den heutigen Abfällen
nicht mehr behaupten kann.
Mit dem Kontakt zur westlichen Zivilisation
begann der Verfall der indianischen Hochkultur. Über
die Seenfläche breitet sich heute
die 8-Millionenstadt Mexico-City aus, und
ein kleiner Rest von den Chinampas ist
als Sehenwürdigkeit für Touristen
oder als Ausflugziel für die Einwohner
erhalten geblieben.
Auch wenn die Geschichtsschreiber die
Lebensumstände in den indianischen
Hochkultur als lebenswert beschreiben,
so zeigt die Gegenwart, daß die Bewohnen
aus den abgelegenen Landesteile, ihr karges
Leben lieber gegen das Leben in den Slums
den großen Städten emntauschen.
In den abgelegenen Bergreglonen veröden
Ihre tenassenantig angelegten Felden immen
mehr. Mit dem Abwandern der Menschen, gehen
auch die Kenntnisse venloren, wie man der
Natur den notwendige Nahrung abgewinnen
kann.
Senora Gloria Sampenio hat es sich zur
Aufgabe gemacht, ihren Landsleuten zu vermitteln,
wie auch auf kleinen Raum und bei knappen
Wasserangebot, Nahrungsmlttel angebaut
werden können.
Fortsetzung: Hydrokultur in Mexiko
Sie entschied sich für die Hydroponic
ein weltweit sehr bekanntes System für
den erdelosen Anbau von Pflanzen. Eine
Suche im Internet zeigt 110 000 Einträge
zu diesem Thema, dagegen fallen die 7000
Einträge über Hydrokultur sehr
geringfügig aus.
Für Gloria stand als oberstes Gebot,
daß die infrage kommenden System
sehr, sehr einfach sein müssen. Für
hochentwickelte Techniken, wie sie in Holland
verwendet werden, ist bei den mexicanischen
Anwender kein Geld vorhanden. Doch wird
Gloria sehr intensiv von der staatlichen
lnstitutionen unterstützt.
Im 18, 19 und 20 April 2002 veranstaltete
sie die 3. Congreso und Curso Mondial in
Hidroponia in Toluca Edo de México.
Der Abschußbericht darüber liegt
noch nicht vor, aber vom 2.Congreso läßt
sich berichten, daß 400 Teilnehmer,
aus vorwiegen aus Latein-Amerika, und auch
aus Nord-Amerika, Australien und Europa
angereist waren.
die Themen waren Pflanzenproduktion,
Schädlingsbekämpfung, Klimagestaltung
im Gewächshaus, Bewässerung,
Schulung uns so weiter.
Zur Eröffnung waren die Presse und
das Fernsehen erschienen, um die Ansprachen
von Senor E.Espino, Direktor vom Wirtschaftsministerium,
und A.Grimaldo, Büro für Entwicklungsprojekte,
und Dr.0.Silberstein, USA HSA Education
aufzuzeichnen.
Acht Sprecher waren eingeladen um an
den drei Konferenztage Jeweils 45 Minuten über
ein Thema ihrer Wahl zu berichten.
Senora Samperio hatte mich 1998 auf einer
Konferenz der Hydroponic Society of America
in Oakland getroffen, und nach Mexico zur
Konferenz als Sprecher eingeladen.
Als Themen hatte ich gewählt: Am
ersten Tag; Hydrokultur in Germany, für
den zweiten Tag Hydroponics für Schulen,
und für den dritten Tag: Chopper Licht
die Pflanzenbelichtung.
Die Diskussionen am Ende des jeweiligen
Vortages als Maßstab für das
Aufnehmen des Vortrages durch die Zuhörer
nehmen, läßt darauf schließen,
daß der zweite Tag über die
einfache Anwendung der Hydroponic die größte
lnteresse erhielt. Die Hydrokultur in Deutschland
fand wenig Resonanz, sicherlich lag dessen
Nutzen außerhalb mexicanischer Möglichkeiten.
Das Muster, den kleine Blaicher Topf,
fand jedoch beim Dr. Grimaldo soviel lnteresse,
daß er mich bat, diesen ihn zu überlassen.
Kunstlicht ist auch im sonnendurchflutetem
México ein wichttges Thema für
den Gärtner, doch noch viel wichtiger
ist es, die Wasserwirtschaft zu beherrschen.
Auf den zwei Tagen die im Anschluß an
die Konferenz für Besíchtigungen
vorgesehen war, wurde bei der Busfahrt
ersichtlich, wie knapp die Wasserverteilung
im Lande war. Auf jedem der Kleinen Häuser
stand ein circa 200 Liter fassender Wasserbehälter.
Der erste Tag der Bustour führte
uns zu einem von Senora Samperio initiertem
Projekt, einem Schulungsgebäude für
die Ausbildung in der Anwendung der Hydroponic.
Dieses Projekt soll eim Platz sein, wo
Schüler, und andere Interessenten
eine zielgerichtete Ausbildung erhalten
kñnnen. Das Grundstück eine
alte Hazienda wurde von der Administration
Am letzten Tage wurden noch die Chinampas
in México-City besichtigt, es ist
eine übervölkerte Touristenattraktion,
mit Buden und Musik Die Kanäle waren
so dicht Booten besetzt, daß man
von einem Ufer zum anderen trookenen Fußes
wechseln konnte. Was die Musik-Band mit
ihren lnstrument auch reichlich wahrnahmen
um die Touristen in Booten mit ihrer Kunst
zu unterhalten. Die Bauform der Boote ist über
die jahrhunderte unverändert geblieben.
So wie auch die Töpferkunst ihren
volkstümlichen Stiel bewahren konnte.
Ein kleines anfaßbares Resultat
hat diese Reise Jedoch gebracht, die Verbindung
des Töpferhandwerks mit der heutigen
Hydrokultur.
Die bel une gebräuchlichen Hydrokultur
Töpfe von Leni oder ähnlich sind
im México unerschwinglich. Mit Senora
Samperio haben wir ein Tontopf entwickelt
der auch für Hydrokulture genutzt
werden kann. Der Topf hat seine Gießöffnung
drei Zentimeter über dem Boden, und
damit entfällt die Unsicherheit vom
Wasserstandsanzeiger.
Wieviel Wasser im Topf ist läßt
sich durch Augenschein prüfen oder
durch Nachfühlen mit dem Finger kontrollieren.
(DO) |